Die Kirche in Piusheim

Die Hauskapelle St. Raphael in Piusheim

Im Jahr 1907 tauchte zum ersten Mal der Name „Piusheim“ auf. Den Bitten des katholischen Vereins zur Erziehung verwahrloster Jugend e.V. entsprechend hat der Heilige Vater Papst Pius X. genehmigt, daß die projektierte Knabenanstalt in Obermühle als dauerndes Denkmal seines 50 jährigen Priesterjubiläums „Piusheim“ genannt werden dürfte.

1910 wurde die Tenne und der Schupfen des Schwaiger Anwesens ausgemauert, das Dach mit einem kleinen Türmchen versehen und die erste Hauskapelle im Piusheim, ein bescheidenes Notkirchlein, war fertig. Am 13. Oktober wurde das Notkirchlein eingeweiht.

Zur Innenausstattung des kleinen Heiligtums stiftete Prinzregent Luitpold ein Madonnenrelief in Stein (nach einem Modell von Prof. Busch), auch war bereits ein weißes Meßkleid drei Jahre vorher von I. königl. Hoheit Erzherzogin Adelgunde von Modena geschenkt worden.

1911/1912 begann man mit den Vorbereitungen zum Neubau eines Zentralgebäudes.

Am 10. Januar 1913 war der Rohbau fertig.

Nach vierzehnmonatlicher Bauzeit konnte das neue Gebäude, der sogenannte Anstaltsbau, eingeweiht werden.

Der 24 Meter hohe Bau ist diagonal zu den vier Himmelsrichtungen angelegt. Er wird durch die geschickt eingefügte Hauskapelle in den Verwaltungs- und Zöglingsbau getrennt.

Das Notkirchlein vom Schwaiger Anwesen ist in die Hauskapelle im Zentralbau verlegt worden.

Am 22. September 1913 kamen zur Führung des Haushaltes und die Sorge für Kirche und Sakristei die ersten 5 Schwestern von Maria Stern aus Augsburg (Franziskanerinnen) im Piusheim an.  Weitere Schwestern folgten im Laufe der Jahre. Zeitweise waren 20 Schwestern im Piusheim tätig.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Kapelle mehrmals renoviert.

Kirche in Piusheim

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